Bratislava ist eine Stadt im Wandel. Schmucke Palais aus der Kaiserzeit kontrastieren in der slowakischen Hauptstadt mit gesichtslosen Plattenbauten, die wiederum mit modernen Bürotürmen koexistieren. Die Stadt ist gastronomisch vielfältig und kulturell aufstrebend – aber: unterschätzt. Mit den folgenden Bratislava Tipps bekommst du den idealen Plan für einen 24 Stunden Kurztripp: Infos zur Anreise, Sehenswürdigkeiten und Food-Guide inklusive.Altstadt in Bratislava

    Tipps zur Anreise nach Bratislava

    Die fünf Kilometer von der österreichischen Grenze ins Stadtzentrum der slowakischen Hauptstadt Bratislava wären auch zu Fuß machbar. Die Anreise per Zug, Bus oder Twin City Liner ist aber wesentlich angenehmer.

    Unser Tipp: Die Anreise per Zug. Wir haben dafür ein günstiges Sparschiene Angebot der ÖBB genutzt. Von Linz nach Bratislava waren dafür One-Way 19 Euro zu bezahlen – da kann man das Auto getrost in der Garage stehen lassen. Ab Wien kostet die Anreise auf Schienen (Distanz ca. 60 Kilometer) mit 10 Euro natürlich noch weniger.

    Solltest du unseren Tipp der Zuganreise beherzigen, dann gibt’s noch eine wichtige Zusatzinformation. Der Bahnhof ist etwas außerhalb der Innenstadt. Wenn du dich dann fragst „Wie komme ich vom Hauptbahnhof Bratislava ins Zentrum?“, haben wir eine Lösung für dich. Vom Petržalka Bahnhof kommst du mit den Buslinien 80, 91 und 93 ans Ziel. Fahrscheinautomaten (Münzen nicht vergessen!) findest du an der Haltestelle.

    Alternativ machen die Fernbusunternehmen der Bahn preislich Konkurrenz. flixbus.at oder westbus.at haben entsprechende Angebote ab 5 Euro pro Richtung. Die angebotenen Zugverbindungen scheinen aus den Hauptstädten allerdings flexibler.

    Besonders spektakulär – und natürlich auch teurer (30 Euro One-Way) – ist eine Anreise von Wien nach Bratislava per Twin City Liner auf der Donau. Der Schnellkatamaran ist in den Sommermonaten eine gute Alternative zu den konventionellen Verkehrsmitteln.

    Top 5 Sehenswürdigkeiten in Bratislava

    Im Zentrum stellt sich rasch heraus: Die Altstadt selbst ist der Star unter den Sehenswürdigkeiten. Das architektonische Potpourri mit seinen engen Gässchen lädt zum Schlendern und Verweilen ein.

    Die folgenden fünf Sehenswürdigkeiten sind eine Mischung aus Aussichtspunkten und bemerkenswerten Gebäuden, die den Altstadtbummel um wertvolle Highlights ergänzen.

    1. Altes Rathaus: „Staro Radnica“ hat eine lange Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Heute ist dort das Museum der Stadtgeschichte Bratislavas untergebracht. Der ehemalige Wehrturm kann gegen geringen Eintritt über den Eingang des Museums erklommen werden und bietet einen schönen Ausblick auf den Hauptplatz und die Dächer der Altstadt.
    2. Bratislavaer Burg: Der wohl meistfrequentierte Ort und damit die wichtigste Sehenswürdigkeit Bratislavas ist die Burg. Kein Wunder: Im Dreiländereck zwischen Österreich und Ungarn reicht der Blick vom Hügel der Bratislavaer Burg über die Altstadt und die Ufer der Donau bis weit in die flache Ebene hinein. Hat die Burg früher noch ungarische Herrscher beherbergt, wird sie heute zu Museumszwecken genutzt.
    3. UFO-Brücke – Most SNP: Nach dem alten Rathaus und der Bratislavaer Burg thront der dritte wesentliche Aussichtspunkt hoch über der „Brücke des slowakischen Nationalaufstandes“. In 80 Metern Höhe befindet sich das UFO Restaurant dessen Essen aufgrund des Preisniveaus wenig empfehlenswert ist. Wer „nur“ zu Besichtigungszwecken mit dem Lift nach oben fährt bezahlt €6,50. Achtung: Die Fußwege zur Überquerung der Brücke liegen unterhalb des Straßenniveaus.
    4. Martinsdom: Die einstige Krönungskirche der ungarischen Herrscher liegt der Burg quasi zu Füßen. Während außen lediglich der Turm mit seinem Kronenhaupt beeindruckt, ist das gotische Innere jedenfalls sehenswert. An Samstagen ist die Kirche aufgrund der vielen Hochzeiten häufig nicht zugänglich – ein Blick auf die illustren Hochzeitsgesellschaften lohnt sich aber allemal.Martinsdom in Bratislava
    5. Die blaue Kirche: Unsere einzige Top 5 Sehenswürdigkeit außerhalb des Zentrums in Bratislava ist die blaue Kirche bzw. Sankt-Elisabeth-Kirche. Dem Namen entsprechend ist die Kirche tatsächlich himmelblau. Über Geschmack kann man bekanntlich streiten – individuell ist die Gestaltung allemal. Der Weg zur Kirche dauert vom Stadtplatz etwa 10 Minuten.

    Wer den berühmten Mann aus dem Kanal vermisst – über den stolpert man in der Altstadt fast unweigerlich. Wer die Bronzeskulptur bewusst aufsuchen möchte, ist an der Ecke Fischertor und Panská Straße richtig.

    Restaurants und Cafés in Bratislava

    Aufgrund des Mangels an wirklich herausragenden Sehenswürdigkeiten (die Altstadt als Gesamtensemble mal ausgenommen) stellt sich die Frage, wie sehr Bratislava im Vergleich zu anderen Städten wie Stockholm, Amsterdam oder Metz kulinarisch überzeugen kann. Die Antwort? Auf der ganzen Linie!

    Eine aufstrebende Coffee Culture, der Mix aus traditioneller und internationaler Küche und zahlreiche Bars machen Bratislava in naher Zukunft garantiert zum Food-Hotspot.

    Die folgenden Lokaltipps haben wir allesamt ausprobiert – und waren begeistert.

    Frühstück: Mondieu Laboratoire

    • Adresse: 
    • Web: mondieu.sk

    Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages und die kann man im Mondieu Laboratoire so richtig zelebrieren. Besondere Highlights sind die Raw-Cakes, das Homemade Muesli und das Open Vegan Avocado Sandwich. Bei Schönwetter kann man draußen Platz nehmen, ansonsten ist es auch im Inneren des Lokals sehr gemütlich.

    Espresso-Break am Vormittag: Five Points

    Five Points BratislavaEin paar Meter vom Mondieu Laboratoire entfernt liegt das Five Points Kaffee. Espresso ist konkurrenzlos günstig, dazu wird Wasser mit Gurkengeschmack serviert. Im Keller des Five Points gibt es die Kaffees auch verpackt zu kaufen.

    Mittagessen: Urban Space

    Urban Space BratislavaWürden wir hier nur ein Lokal auflisten, es wäre das Urban Space. Egal ob Frühstück, Mittagessen oder einfach nur Espresso-Break, du wirst dieses Lokal lieben. Inmitten meterhoher Bücherregale liegt Hipster’s Paradise. Das Urban Space ist eine Mischung aus Buchladen, Café und Restaurant. Wer inspirierte Blogartikel über Bratislava schreiben möchte, findet an diesem Ort seine Muse.

    Espresso-Break am Nachmittag: Sväg

    Wenn das Mittags-Koma voll zuschlägt, ist es Zeit für eine weitere Stärkung in Sachen Koffein. Das Sväg kommt da gerade recht. Das nordisch gestylte Kleinod serviert perfekten Espresso – zur Not auch „To Go“.

    Abendesssen: Green Buddha

    Es war ein langer Tag und du hast es dir verdient: Das beste Thai-Restaurant in Bratislava heißt Green Buddha. Weil es wirklich das beste ist, solltest du vorher reservieren, da das Lokal gut frequentiert ist. Zwischen Tom Kha Gai und Gaeng Kiew Wan kannst du einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen und uns mitteilen, wie sehr du dieses Essen genossen hast. Wirklich!

    Feierabend-Bier: Žil Verne

    Bratislava hat eine ausgesprochen umfangreiche Bier-Kultur. Wenn du unterschiedliche Craft-Biere vom Fass probieren möchtest, bist du im Žil Verne genau richtig. Das Lokal liegt gegenüber vom Sväg, wo du am Nachmittag Espresso getrunken hast. Enjoy (and drink responsibly)!

    Last but not least: unsere neue Kamera

    Der Streifzug durch Bratislava war die erste Reise, bei der die Kamera zu Hause bleiben durfte. Stattdessen sind alle Bilder mit einem Samsung Galaxy S7 entstanden. In Kooperation mit Samsung dürfen wir das Gerät seit einigen Wochen testen (Danke!). Die Qualität der verbauten Kameralinse hat uns umgehauen und spart bei den kommenden Citytrips wertvolles Gewicht.