„Bereit für deine erste Reise, Yann?“ Mit diesen Worten stiegen wir ins Auto. Gespannt und voller Vorfreude, endlich mit unserem Kleinen die Welt zu erkunden. Inspiriert von einer Begegnung in Australien, wo ein deutsches Pärchen mit frisch geschlüpften Zwillingen einen längeren Trip mit Camper unternahm, wussten wir, dass Reisen auch mit Kind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens sein sollte. COVID-19 hat zwar auch unser Reiseverhalten geändert – aber warum in die Ferne schweifen, wenn doch Österreich so unglaublich viel zu bieten hat? Das Ziel: Der Eschenhof in Bad Kleinkirchheim, Kärnten. Spezialisiert auf „alpine slowness“ mit besonderen Angeboten für Kids.

    Das **** Hotel Ortners Eschenhof in Bad Kleinkirchheim ist einer der 35 Mitgliedsbetriebe von family austria, die einzigartige Urlaubserlebnisse für die ganze Familie bieten. Und Kärnten war schon immer einer unserer liebsten Urlaubsregionen in Österreich. Mit Bergen, Seen und den berühmten Kasnudeln kann ein Urlaub ja nur traumhaft werden. Zudem hat es meine liebste Jugendfreundin nach Villach verschlagen. Ein weiterer guter Grund, mit Yann das südlichste Bundesland zu bereisen.

    Mit Kleinkind reist man anders

    Während früher der Rucksack maximal 17 Kilo wog, war das Auto nun bis  oben voll mit schwerem Gepäck: Kinderwagen, Babytrage, Sportequipment für jede Gelegenheit und natürlich Windeln, Windeln, Windeln. Aber: Zumindest Wandertrage und Fläschchenwärmer konnten wir einsparen, denn in Ortners Eschenhof war das – neben vielen anderen großartigen Kleinigkeiten – inklusive.

    Das familiengeführte Hotel mitten in Bad Kleinkirchheim trumpfte direkt nach der Ankunft mit ersten Highlights auf: dem hoteleigenen Fuhrpark. Von Bobby Cars und Dreirädern hat Yann spätnachts noch geträumt („bruummm“).

    Für uns war neben der grünen Haube des biozertifizierten Hotels, die den Aufenthalt zum besonderen kulinarischen Genuss machte, auch das gemütliche und toll ausgestattete Zimmer ein Highlight.

    Zimmer im Eschenhof

    Ein klassischer Familienurlaub also? Denkste. Aber alles der Reihe nach.

    Angekommen

    Erstmal ankommen. Erstmal Espresso trinken. Dieses Reiseritual wollten wir auch mit Kind beibehalten. Doch während wir Kaffee und Kuchen genossen, hatte Yann bereits andere Pläne.

    Da wurde Freundschaft mit Hunden und Hotelgästen geschlossen und wenige Minuten später bereits das hoteleigene Labyrinth erkundet. Voll im Moment gelandet, jagten wir mit unserem Kind durch den dicht bewachsenen Irrgarten, der uns direkt zum 5-Elemente-Sinnesweg rund um das Hotel führte. Ein Xylophon aus Holz hier, eine Boccia Station dort. Yann war im siebten Hotel-Himmel. Und wir mit ihm.

    Der Berg ruft – aber nicht heute

    Wir wären aber nicht wir, wenn wir nicht Berge erklimmen und die Gegend erkunden wollten. Mit der Kärnten Card ausgestattet, träumten wir bereits von großen Wander- und Biketouren. Rauf auf die Gipfel der Nockberge und Yann die höchste Gebirgsruppe der Gurktaler Alpen zeigen.

    Doch das Wetter wollte es anders. Strömender Regen lies unsere Pläne erstmal ins Wasser fallen – oder besser gesagt ins Wasser verlegen: Wir fuhren in die Therme St. Kathrein, die von Ortners Eschenhof fußläufig erreichabr ist.

    Für Yann war es der allererste Thermenbesuch. Diese Freude, diese Augen. Und das für Stunden. Aufgeweicht wie ein Fisch wollten wir aber nachmittags dann doch noch einen Berg erklimmen (bei besserem Wetter). Dank der Kaiserburgbahn kamen wir hoch hinauf – und Yann erreichte (motorisiert) seinen ersten Gipfel. Zugegeben: Die Fahrt mit der Seilbahn war für unseren Sohnemann das noch größere Highlight.

    Wer das Abenteuer sucht, sollte mit Kind reisen

    Mit Kind zu reisen ist grundlegend anders. Zunächst ist man, wie zuhause auch, stets in der Versorgung. Auf der anderen Seite erlebt man die Welt wieder ganz neu. Entschleunigt ist der Weg das Ziel. Neugierig werden Käfer begutachtet, Steine gesammelt und Blumen gerochen. Alles ist neu – und so viel wird zum ersten Mal erlebt. Man schlägt Richtungen ein, die man sonst nicht gehen würde. Und kommt an Orte, die man sonst einfach übersehen hätte.

    Aussicht Kaiserburg

    „Schlangen… wirklich?“

    Tag 2. Es regnete. Schon wieder. Nach einem ausgiebigen Frühstück (köstliche Omelettes inklusive) machte David den Vorschlag, in einen Zoo zu gehen. In einen Zoo, nur mit Schlangen. „Wirklich? In einen Schlangenzoo?!“ Mein heftiges Kopfschütteln wurde von einem freudestrahlenden Kind das Zischlaute machte überstimmt. Über 100 Ausflugsziele können kostenlos mit der Kärnten Card besucht werden und wir gingen ausgerechnet in den Reptilienzoo Nockalm. Was soll ich sagen: Es war richtig spannend, eklig und nein – ein zweites Mal muss ich nicht dorthin.

    Ich war froh, als sich dann endlich die Sonne zeigte (keine Schlangen mehr) und sich ein Schild zur Heidi-Alm auftat. Und ganz ehrlich: Heidis Ziegen und ein riesiger Outdoor-Spielplatz auf 2000 Meter am Falkertsee. Besser geht’s nicht.

    Wandern auf der Heidi-Alm

    Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

    Dieser Urlaub war für unseren Sohnemann geprägt von vielen „ersten Malen“. Schwimmen, Bergwandern, Gondel fahren, Schlangen beäugen… und schließlich beschlossen wir unseren finalen Urlaubstag mit einer Radtour. Denn Ortners Eschenhof hat E-Bikes, Kindersitz und passende Helme für seine Gäste zum Verleih.

    Das alles durfte Yann in seinem ersten Urlaub erleben. Für uns Eltern ein mindestens so großes Abenteuer wie für ihn.

    Unser Besuch von Ortners Eschenhof in Bad Kleinkirchheim war eine Pressereise, auf die wir eingeladen wurden. Unsere Meinung bleibt wie immer unsere eigene.