279 Kilometer. So lange ist das Loipennetz der Olympiaregion Seefeld. Dieses Langlauf-Mekka liegt in einer der schneereichsten Ecken Tirols. Und genau dort haben wir ein wahrlich perfektes Winterwochenende verbracht. Neben Schnee ohne Ende gehört dazu vor allem gutes Wetter, leckeres Essen – und Abwechslung. Dass dabei Alpakas eine gewisse Rolle spielen, wollen wir gar nicht verschweigen.Loipe in der Olympiaregion Seefeld

    Unterwegs in der Olympiaregion Seefeld

    Hoch oben, auf 1.200 Metern, liegt die Olympiaregion Seefeld auf einer weitläufigen Tiroler Hochebene, eingerahmt vom Wettersteingebirge und dem Karwendel. Inmitten dieses Panoramas hat sich die Region einem Langlauferlebnis der Extraklasse verschrieben. Und damit könnte man sich durchaus zufrieden geben. Doch Seefeld kann viel mehr.

    Eingecheckt im **** Hotel Central

    Nach längerer Anreise gilt es erstmal richtig anzukommen. Das Hotel Central ist dafür dem Namen entsprechend perfekt gelegen und bietet eine gute Ausgangsbasis für die Erkundung der Olympiaregion Seefeld. Die Fußgängerzone ist da genauso um’s Eck, wie Casino, Langlaufstrecke oder Skigebiete.

    Die Gastgeber Hans und Angelika Ölhafen empfangen ihre Gäste dort schon seit vielen Jahren mit größter Herzlichkeit. Unser geräumiges, ruhig gelegenes Zimmer hat ebenso zu unserem Wohlbefinden beigetragen, wie die frische Obstschale mit Sekt zur Begrüßung. Und Hans hat uns den heimlichen Star des Hauses verraten: Das perfekt gebratene Steak. Ein Traum für Foodies.Steak - Hotel Central

    Langlauf-Profi im Schnelldurchgang

    Wie lange dauert es, Langlaufen zu lernen? Katharina - Aufwärmen in Seefeld

    Um ganz ehrlich zu sein: viele Winter. Aber gemeinsam mit Lena von der Cross-Country Academy hat Katharina es ohne jegliche Vorerfahrung geschafft, schon nach einer Stunde mit viel Spaß über die Loipen zu skaten. Die Skischule bietet sowohl Gruppen- als auch Privatunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene. Wer es mit dem Langlaufen immer schon probieren wollte, ist dort gut aufgehoben.

    Langlaufen ist besonders am Morgen ein Genuss, wenn die Luft klar und die Loipen frisch gespurt sind. Nach dem Einstieg beim Loipenzentrum Seefeld geht es, vorbei an den Schischanzen, in einsamere Gefilde, wo Langlaufen im Handumdrehen zum Naturerlebnis vor imposanter Bergkulisse wird. Die vielen Loipenkilometer sind dabei unglaublich abwechslungsreich und sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene hervorragend geeignet.

    Übrigens: Was so grazil und leichtfüssig aussieht, ist in Wahrheit ein Sport, der der eigenen Physis alles abverlangt. 800 Kalorien werden beim Skating pro Stunde verbraucht. Kein Wunder, werden doch 95% der Muskeln im menschlichen Körper bewegt.

    Biathlon-Profi? Wohl eher nicht

    Wie lange dauert es für Biathleten, um anständig schießen zu lernen? David hat bewiesen: Noch länger, als Langlaufen.

    Der sehr durchwachsene Schusserfolg ist für Anfänger tatsächlich normal. Wer Profi-Biathlet(in) werden will, sollte so früh wie möglich (gehört haben wir von „ab 6 Jahren“) beginnen.

    Ach so und mit dem Schießen ist es ja nicht getan. Eine perfekte Skating-Technik und Koordinationsgeschick gehören auch zu den Grundqualifikationen für diese Sportart.

    Warum?

    Stell dir vor, wie du mit einer Pulsfrequenz jenseits der 180 zum Schießstand läufst. Am Rücken ein Luftdruckgewehr, unter den Füßen Langlauf-Ski. Mit enormem Koordinationsaufwand schaffst du es, in der Bewegung die Sonnenbrille zu heben, das Gewehr vor die Brust zu nehmen und dich fast gleichzeitig auf die rutschfeste Matte zu legen. Danach visierst du liegend die daumengroße Scheibe in 50 Metern Entfernung über die Kimme an und drückst ab. Peng! Daneben. Nachladen. Treffer.

    Insgesamt fünf Chancen gibt es, bevor du wieder aufstehen, Gewehr schultern und weiterlaufen musst. Wer nicht trifft, muss Strafrunden laufen – und kommt nach einer weiteren Runde in der Loipe wieder an den Schießstand, um dann im Stehen zu schießen.

    Diese Kombination aus Athletik und Präzision macht Biathlon für Zuschauer und Sportler gleichermaßen zum Suchtfaktor. Biathlon muss dabei aber nicht notwendigerweise auf Schnee stattfinden. Bikebiathlon ist ein heißer Tipp, für die nächste Trendsportart im Sommer.

    Trotz mangelnder Schuss-Erfolgsquote für Anfänger macht die Kombination aus Schweiß und Konzentration unglaublich viel Spaß. Und auch der Ausblick stimmt: In der Olympiaregion Seefeld ist die Schießanlage in Blickweite zu den Skischanzen, wo derweil angehende nordische Kombinierer ihre Weiten trainieren.

    Panorama Olympiaregion Seefeld

    Nordische WM 2019

    Apropos nordische Sportarten: 2019 gastiert der nordische Skizirkus in der Olympiaregion Seefeld und trägt dort die Nordische Ski-WM aus. Während wir die Teilnahme dort wohl (ganz knapp) nicht schaffen werden, freut sich eine andere Athletin besonders auf die Bewerbe: Teresa Stadlober.

    Die österreichische Langlauf-Hoffnung hätte beim Olympia-Bewerb über 30km klassisch 2018 in Pyeongchang fast die große Sensation geschafft und eine Medaille erobert – wäre sie nicht in die falsche Schleife abgebogen.

    2019 wird ihr das garantiert nicht mehr passieren. Das Drama ist Geschichte, der Blick geht nach vorn. Und wer weiß: Vielleicht lacht sie ja 2019 in der Olympiaregion Seefeld vom obersten Treppchen.

    Skifahren – können wirSeilbahn in Seefeld

    Es gibt eine Sportart, die wir beide im Winter wirklich gerne gemeinsam machen: Skifahren. Und auch das ist in der Olympiaregion Seefeld natürlich möglich. Im Skigebiet Rosshütte, dem größten von fünf Skigebieten in der Region, wartet herrliche Bergluft gepaart mit einem Ausblick zum Niederknien.

    Die Abfahrten im schneesicheren Skigebiet sind abwechslungsreich und bieten für Familien genauso wie für absolute Vollprofis ein einmaliges Erlebnis. Ein besonderer Geheimtipp ist der Nachtskilauf von Mittwoch bis Samstag (18:30-21:30). Die Pisten werden dafür extra frisch präpariert und wer vom Langlaufen tagsüber noch nicht genug hat, kann abends noch die Hänge hinunter carven.

    Die Olympiaregion Seefeld ist ein Sonnenkind. Bei Nebel im Inntal stehen die Chancen meist gut, dass auf den Bergen der Region die Sonne scheint.

    Katharina beim Ski fahren in Seefeld

    Achso. Gegessen haben wir natürlich auch wieder. Diesmal das 1er Hüttengericht für anstrengende Skitage: Kaiserschmarrn.

    Kaiserschmarrn

    Der Geheimtipp: Bio Alpakas

    Die Olympiaregion Seefeld bietet im Winter alle Zutaten für ein perfektes Wochenende.

    Wer sportlich sein möchte, kommt dort voll auf seine Kosten. Wer gerne gut isst, kann sich nach getaner „Arbeit“ den Bauch vollschlagen. Das Panorama ist genial. Und sonnig war es auch noch. Perfekt.

    Aber dann gibt es da eine echte Besonderheit für Tierliebhaber und solche, die es nach einer Begegnung mit diesen Tieren garantiert sein werden: Ein Spaziergang mit Alpakas.

    Alpakas sind diese süßen Zottel aus Südamerika. Während es in Peru 3,5 Millionen Tiere gibt, fasst die domestizierte Kamelart bei uns erst langsam Fuß. Am Hof der Familie Haslwanter lebt eine einzigartige Bio-Alpaka Herde. Und weil die Tiere unglaublich sanft, gutmütig und intelligent sind, kann man mit ihnen gemeinsam durch die Wälder der Region streifen.

    Im Offenstall begrüßten uns bei der Ankunft 30 dieser süßen Vierbeiner mit ihren treuherzigen Blicken. Während die Stuten trächtig sind und etwas Ruhe brauchen, durften wir uns unter den Alpakahengsten „unsere“ Tiere für einen Spaziergang aussuchen. Bei der Fellprobe zeigte sich, warum Alpakas nicht nur süß sondern auch besonders wertvoll sind. Je nach Weichheit (…und ja, die sind alle flauschig) wird ihre Wolle zu hohen Preisen gehandelt. Alpaka Wolle ist viel reißfester als Schafwolle und sorgt durch ihre feinen Fasern für ein besonders wohliges Gefühl auf der Haut.

    Wir führten die Alpakas entlang der Loipen im Wald spazieren. Die feinfühligen Herdentiere achten besonders auf Menschen und folgen am Liebsten dem Leittier an der Spitze der Gruppe. Dadurch sind sie auch für Kinder und im Therapiebereich sehr gut geeignet.

    Das Netz ist schon beim ersten Bio-Alpaka Instagram Posting ausgeflippt. Hier also weitere Impressionen:

    David Alpakas

    Übrigens: Die Olympiaregion Seefeld ist eine Ganzjahresdestination und im Sommer hervorragend für Wanderungen und Biketouren geeignet. Die zahlreichen Trails der Region können nicht nur mit purer Muskelkraft, sondern auch auf dem E-Bike bezwungen werden. Der nächste Winter kommt bestimmt und dann steht die Nordische WM vor der Tür. Alle Informationen dazu hier: www.seefeld2019.com.

    Und die Alpakas? Die sind eine Ganzjahressensation. Also nicht verpassen!

    Hinweis: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem Tourismusverband der Olympiaregion Seefeld. Unsere Meinung bleibt wie immer unsere eigene.